Warum das korrekte Anlegen der PSAgA über Leben und Tod entscheiden kann

Die Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) ist das letzte Sicherheitsnetz für alle, die in der Höhe arbeiten. Doch selbst die beste Ausrüstung schützt nur dann, wenn sie korrekt angelegt wird. Laut SUVA-Statistiken sind Abstürze eine der häufigsten Ursachen für schwere Arbeitsunfälle in der Schweiz – und ein erschreckend grosser Teil dieser Unfälle geht auf fehlerhaft angelegte oder falsch eingestellte PSAgA zurück.
Bei PHabseiling GmbH bilden wir seit über 22 Jahren Fachkräfte im Umgang mit Auffanggurten, Verbindungsmitteln und Anschlagpunkten aus. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen die fünf häufigsten Fehler – und wie Sie diese zuverlässig vermeiden.

Fehler 1: Falsche Gurtauswahl

Nicht jeder Auffanggurt ist für jede Tätigkeit geeignet. Ein reiner Auffanggurt (EN 361) reicht für Arbeiten, bei denen Sie sich frei positionieren müssen, nicht aus. Hier brauchen Sie einen kombinierten Auffang- und Haltegurt (EN 361 + EN 358). Prüfen Sie vor jedem Einsatz, ob Ihr Gurt zur geplanten Tätigkeit passt.

Fehler 2: Lockere Beinschlaufen und Brustgurt

Ein Gurt, der nicht eng am Körper anliegt, kann bei einem Sturz verrutschen. Die Folge: Sie hängen schief, erleiden Verletzungen oder der Gurt verliert seine Schutzwirkung. Ziehen Sie alle Beinschlaufen so fest, dass maximal eine flache Hand dazwischen passt. Der Brustgurt muss auf Brustbeinhöhe sitzen.

Fehler 3: Auffangöse nicht korrekt positioniert

Die dorsale Auffangöse (Rückenöse) muss zwischen den Schulterblättern sitzen – nicht im Nacken und nicht an der Hüfte. Viele Anwender lassen den Gurt zu tief rutschen. Nutzen Sie die Schultergurte, um die Position zu korrigieren.

Fehler 4: Beschädigte oder abgelaufene Ausrüstung verwenden

PSAgA hat eine begrenzte Lebensdauer. Textilkomponenten müssen gemäss DGUV G 312-906 mindestens jährlich durch eine sachkundige Person geprüft werden. Risse, Abrieb, verformte Schnallen oder UV-Schäden sind sofortige Aussonderungsgründe. Verwenden Sie niemals Ausrüstung nach einem Sturz – auch wenn sie äusserlich unbeschädigt erscheint.

PSAgA-Prüfung bei PHabseiling beauftragen

Fehler 5: Keine Unterweisung oder veraltetes Wissen

Die SUVA schreibt regelmässige Wiederholungsunterweisungen für alle PSAgA-Anwender vor. Einmalige Einweisungen reichen nicht aus. Neue Produkte, geänderte Normen und praktische Auffrischung sorgen dafür, dass Ihre Mitarbeitenden auch Jahre nach der Erstschulung sicher arbeiten.

Fazit: Schulung ist der Schlüssel

Die meisten Fehler beim Anlegen der PSAgA lassen sich durch praxisnahe Schulungen vermeiden. PHabseiling bietet sowohl Erstanwenderlehrgänge als auch Wiederholungsunterweisungen – direkt bei Ihnen im Betrieb oder an unserem Standort in Ermatingen.

 

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